22. - 24. September 2017

Turnfahrt 2017 – Besuch in Grossbottwar

Zum Anlass unseres 90. Vereinsjahres gibt es heuer eine besondere Turnfahrt. Nämlich einen Besuch in Grossbottwar, der Partnerstadt von Illnau-Effretikon, und das während drei Tagen. In der Früh verlassen wir mit zwei Fahrzeugen die Heimat
Richtung Norden. Unsere erste Station heute ist Sindelfingen, wo das grosse Mercedes-Benz-Werk beheimatet ist. Nach Kaffee und Gipfeli begeben wir uns auf die Besichtigungs-Tour, wobei wir von einem sprachgewandten und äusserst sachkundigen Führer all die Stationen erklärt bekommen. Wir erfahren, wie entlang etlicher Montageroboter das Fahrzeug nach und nach zu einem Ganzen wird. Und dies immer mit den richtigen Komponenten, die der spätere Besitzer bestellt hat. Den Technikern unter uns wird richtig warm ums Herz ☺.

Nach dem Mittagessen fahren wir weiter und erreichen um zirka vier Uhr den Zielort unserer Turnfahrt. Im Hotel Bruker beziehen wir je zu zweit die Zimmer und treffen uns nachher wieder draussen für einen ersten Gang in die Altstadt, welche zugleich die Perle des Ortes ist. Die mittelalterlichen Häuser sind sehr schön und die Gassen laden ein zum Flanieren.

Nach dem Nachtessen fassen wir unsere Sporttaschen, denn es wartet eine Turnstunde mit der Freizeitsportgruppe Grossbottwar auf uns. Als wir – sportlich gewandet mit dem gelben Vereinsleibchen – in die Halle treten, lernen wir die lokalen Turnkameraden kennen. Deren Oberturner hat ein spannendes, aber auch forderndes Programm vorbereitet. Nach einem tüchtigen Aufwärmen teilen wir uns in Mannschaften auf und messen die Kräfte in unterschiedlichen Spielen. Die Bälle flitzen nur so durch die Halle, und wir immer hinterher. Dabei ist der Turnus so, dass alle gegen alle antreten. Der krönende Abschluss des sportlichen Teils von heute Abend bildet ein grosses Fussballspiel über die ganze 3- fach Halle. Einige von uns mutieren dabei zu wahren Ronaldos und kommen gar nicht mehr vom Ball los. Wenig später sitzen alle gemütlich im Eingangsbereich zusammen. Bei dieser Gelegenheit überreichen wir unseren Gastgebern Illauer Würste und Punt Bier. Selbstverständlich für den sofortigem Gebrauch ☺. Es wird viel gelacht und rege geplaudert, denn schliesslich haben wir ja alle Turnerblut in den Adern und Kameradschaft wird grossgeschrieben! Zu fortgeschrittener Stunde treten wir glücklich den Heimweg an. 

Am Samstag führen und erklären uns einige Grossbottwarer Kollegen das Städtchen mit seinen geschichtlichen Häusern und  Denkmälern. Danach wanderen wir alle in die Rebhänge des Wunnenstein. Das Grossbottwartal ist nämlich auch bekannt für  seine edlen Tropfen. Bei einer Feuerstelle erwarten uns dann weitere lokale Kameraden mit Würsten und Getränk. Hier lernen wir  auch den Ehrenpräsident des Turnvereins kennen. Der ältere Herr ist ein wahres  Unikat und erzählt eine Geschichte nach der anderen. Doch er schiesst nicht nur mit  Worten sondern auch mit seiner Knallpistole. Jedoch geht das laute Platzen der  Patronen sogleich wieder unter in unserem fröhlichen Lachen. Frisch gestärkt  wandern wir später wieder talwärts, jedoch auf einem anderen Weg als am Morgen.  Hatten wir bis jetzt den Wein nur in Form von reifen Traubenstöcken betrachtet, so  dürfen wir bei den Grossbottwartaler Winzern unter kundiger Erklärung die Tropfen  auch degustieren. Und die munden wahrhaftig sehr gut. Als fleissige Rössli-Besucher  macht uns der Alkohol natürlich nichts aus (oder vielleicht doch ☺?).

Wieder zurück in Grossbottwar begeben wir uns nach einem feinen Znacht in die  Altstadt, wo inzwischen das grosse Mittelalterfest begonnen hat. Inmitten der  Fachwerkhäuser und den vielen aufwändig verkleideten Leuten meint man sich  wirklich in der Zeit zurückversetzt. Beim Rathaus stösst ein Nachtwächter zu uns. Mit  ihm wandern wir durch die Gassen und bekommen viel über den Ort zu hören, wie es hier früher zu und her gegangen ist. Die  ganze Führung ist brilliant eingebettet in eine Geschichte, wobei Laienschauspieler einzelne Episoden sehr authentisch vorführen.  Nach über einer Stunde dann ist unsere Tour bei der „Klosterschenke“ zu Ende. Mit einem Festtaler bezahlen wir unseren Becher  Met und stossen auf die hervorragende Turnfahrt an. Die Stimmung des Mittelalterfestes ist echt toll und so dauert für alle von  uns lange, bis wir endlich im Bett sind.

Am Sonntag Morgen besuchen wir die Falknerei der nahen Burg Hohenbeilstein. Die Flugshow mit den Greifvögeln ist sehr  imposant. Vor allem, wenn die Aaren knapp über unseren Köpfen zu ihrem Meister fliegen. Frohgemut und mit einem  mittelalterlichen Zmittag gestärkt treten wir später die Heimreise an. Diese Turnfahrt geht wahrhaftig in die Analen ein!!

Reiseleiter: Fritz Brönnimann / Falk Rottmann / Dieter Raisch

Berichtschreiber: Matthias Nyffeler


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