22. / 23. August 2020

Turnfahrt 2020 – Eine Wanderung mit Launen

Gut gelaunt reisen wir unter der Führung von Marcel Saluz in Richtung Bündnerland. Dass wir Corona-bedingt im ÖV Masken tragen müssen, tut unserer frohen Stimmung nichts ab. Auch die obligate Jassgruppe weist trotz Vermummung gekonnt ihre Trümpfe. Mit dem Postauto ab Chur gelangen wir nach Churwalden - auf romanisch Curwalda - , wo wir uns als erstes einen gmögigen Starterkaffi genehmigen. Mit den Panoramagondeln – «designed by Porsche» im Fall! – schweben wir dann hoch zum Heidbüel, wo wir die Rucksäcke schultern.

Wir wandern los in Richtung Alp Stätz, wobei wir schon nach wenigen Minuten von Bikern überholt werden, die crazy den Hang hinunterblochen. Bald kommt die Sonne hervor, wobei es jedoch an den exponierten Stellen ziemlich zügig windet. Während die «herte Chäibe» von uns eisern kurzärmlig weiterwandern, ziehen die Vorsichtigeren das Jäggli an. Da nicht alle das gleiche Marschtempo haben, sammeln wir uns unterwegs wieder bei einem Trinkhalt. Um die Mittagszeit erreichen wir die von Marcel vorgesehene Raststelle, von wo man eine tolle Sicht auf das Tal hat. Da es aber auch hier spürbar zieht, entscheiden wir uns, noch ein wenig weiter runter zu steigen bis zu einer ruhigeren Stelle. Diese finden wir dann auch in einer Wegkurve, wo wir uns ins Gras setzen. Mit Picknick und FIGUGEGL - «Flasche Wein isch guet und git e gueti Luune» von Eugen - lassen wir es uns gut gehen.

Derweil türmt am Firmament Petrus seine Wolken. Doch gemäss unserem Wetterapp-Check vom Morgen soll es erst um drei Uhr regnen. Kurz nach dem Abmarsch merken wir aber, dass die Götter heute nicht gut gelaunt sind. Denn es geht bereits zwei Stunden früher los (doofes Wetterapp)! Der Himmel öffnet seine Schleusen und innert Minuten giesst es wie aus riesigen Kübeln. Zum Glück tragen wir alle schon die Regenausrüstung! Doch es regnet so heftig, dass wir kurzentschlossen zum nahen Berggasthaus runtereilen. Obwohl nur fünf Minuten entfernt, kommen wir dort völlig durchnässt an.

Doch bei einem guten Bier in der warmen Stube ist das launische Wetter schnell vergessen. So unerwartet das Himmelswasser gekommen ist, so tiffig hört es auch wieder auf. Also können wir – behelfs-mässig retabliert! – wieder weiterziehen. Spontan teilen wir uns auf in Sesselliftler und Fussgänger :-), zu welchen auch der Schreibende gehört. Später erreichen wir unser Tagesziel Lenzerheide, wo wir im Hotel Lai einquartiert sind. Hier hat jeder seine eigene Technik, die nassen Sachen zu trocknen.

Am nächsten Tag sammeln wir uns vor dem Hotel und lachen gut gelaunt in die Fotokamera von Kudi Schüpbach, bedient von der Hotelangestellten. Dann ziehen wir los zum nahen Heidsee. Obwohl für uns verwöhnte Unterländer eher klein, sieht das Gewässer mit den Tannen und Wolkenhimmel doch sehr imposant aus.

Via Valbella wandern wir über Wiesenwege nach Parpan. Unterwegs treffen wir immer wieder – wie auch schon gestern – auf Biker. Punkt Mittag erreichen wir das schon bekannte Churwalden. Gab es den Zmittag gestern aus dem Rucksack, so speisen wir heute wandermässig «nobel» im Restaurant Hemmi. Der Name ist eine Ode an den früheren Skifahrer Heini Hemmi. Um zwei Uhr dann ziehen die «Isönler» wieder weiter, während die Gemütlichen später das Postauto nehmen. Wie wir Pedestrianer durch den Wald bergauf gehen, treffen wir dort auf Beat Christoffel, der wegen seiner Zerrung schon früher losgegangen ist. Auf dem schmalen Weg müssen wir hie und da zur Seite stehen, damit die Biker auf ihren gefederten Vehikeln an uns vorbeikönnen. Nach etwas über einer Stunde erreichen wir bereits Malix, das heutige Wanderziel. Hier führt uns Marcel zur Tankstelle, wo sich auch der Postautohalt befindet. Doch wir haben noch genug Zeit und holen daher im Shop eine Packung «Hopfenwasser». Als dann der gelbe PTT-Bus kommt, treffen wir dort wieder auf unsere Kameraden. Wenig später, unter der imposanten Glaskuppel der Churer Postautohalle, nehmen wir die Rolltreppe runter zum Perron. Mit dem Zug fahren wir zurück in die Heimat, wo wir um 18.25 Uhr in Illnau eintreffen.

Ja, diese Turnfahrt wird uns in guter Erinnerung bleiben. Erstens weil toporganisiert von Marcel und Ernst. Und zweitens wegen dem launischen Supergewitter am Samstag. Doch wir sind MTVITurner und stecken solche Launen der Natur mit einem Lachen wegen. Und mit einem solchen verabschieden wir uns gegenseitig am Bahnhof und gehen heimwärts zu unseren Lieben.

Reiseleiter: Marcel Saluz / Ernst Arter

Berichtschreiber: Matthias Nyffeler



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