31. August / 1. September 2019

Turnfahrt 2019 – „auf mehreren Wegen zum Ziel“

Voller Tatendrang und unter der Leitung von Marcel Saluz gelangen wir über Zürich HB und Ziegelbrücke nach Wesen. Im vollen Bus geht es weiter nach Amden. Und hier befolgen wir auch schon das Motto «auf mehreren Wegen zum Ziel». Nämlich nehmen ein paar Wenige die Sesselbahn Mattstock, um den Berg zu bewältigen. Der grosse Rest derweil beginnt mit dem Aufstieg ab der Busstation Hinterstein. So auch der Schreibende :-). Während wir durch die Wiesen emporwandern, lacht die Sonne vom blauen Himmel. Darum – und im Fall nicht wegen der Kondition! – perlt der Schweiss auf unserer Stirn. Als geübte Turner lassen wir uns dadurch nicht aufhalten. Gegen Mittag erreichen wir wie geplant das Alpstübli Strichboden, wo wir auch die Sesselbähnler wieder treffen. Fröhlich prosten wir uns mit dem Bier oder dem Most zu. Nach einem guten Mittagessen setzen wir später unsere Turnfahrt fort. Denn wir müssen heute ja noch nach Nesslau gelangen. Der Wanderweg führt auf die «Hinter Höhi», wo wir weit hinten sogar den Säntis sehen können. Von hier geht der Wanderleiter mit einem Kameraden voraus, damit wir ja die spätere Abzweigung nicht verpassen.

Wir andern marschieren derweil «führerlos» durch den Wald talwärts, bis wir zu einem Holzschlagplatz gelangen. Marcel und und Jürg Bannwart sind nicht zu sehen! Als wir andern alle beisammen sind, entsteht eine Diskussion, welchen Weg wir weiter gehen wollen. Dem Strässchen entlang, oder – wie der Wegweiser zeigt – den Waldpfad runter. Als brave Schweizer Bürger entscheiden wir uns für das Letztere. Wieder im Freien gelangen wir kurz darauf zur Besenbeiz Degerten. Zu unserem Erstaunen treffen wir hier nur auf Jürg Bannwart, von Marcel Saluz keine Spur. Dieser warte oben beim Strässchen, nach dem Holzplatz, wo wir abbogen. Aha, es gibt also mehrere Wege zu diesem Zwischenziel hier! Nach einem guten kühlen Trunk und einer parallel geführten Suchaktion nach unserem Wanderleiter sind wir schliesslich vollständig. Illauer finden sich halt immer wieder, egal wo auf dem Globus :-).

Waren es vorher ziemlich erdige Pfade, wandeln wir nun auf einem geteerten Strässchen sanft abwärts. Bei einem Bauernhaus setzt sich Reto Lötscher zu der freundlichen Frau und bringt sie mit unschlagbaren Zürcher Oberländer Charme dazu, ihn später mit dem Auto zu fahren. Wir andern gehen weiter Richtung Stein AR, teilen uns aber kurz vor dem Ort in zwei Reiselager auf. Die einen wollen weiter zu Fuss nach Nesslau, unserer Tagesstation. Während die andern nach Stein zur Busshaltestelle gehen.

In Nesslau dann beziehen wir unsere Zimmer im Hotel Sternen. Nach einer Dusche und kleinem Powernap sitzen wir - alle korrekt gekleidet im «Ausgänger» - draussen zu einem feinen Hopfen. Um 19:00 Uhr begeben wir uns nach innen zum Nachtessen. Dieses ist sehr gut und wir bleiben nachher noch eine Weile beisammen zum Plaudern.

Am nächsten Morgen ist um 08:00 Uhr Frühstück. Dann wieder zurück auf die Zimmer, um die Packung zu erstellen. Nach dem Zahlen besammeln wir uns alle draussen für das Gruppenfoto 2019. Es dauert eine Weile, bis wir alle korrekt stehen und das Bild «im Kasten» ist. Doch das Resultat kann sich sehen lassen, wie dieser Bericht zeigt. In der Ausschreibung stand, dass es heute 241 m auf- und 371 m runtergehe. Auf dem schönen Thurweg entlang dem gleichnamigen Fluss lernen wir eine neue Interpretation von solchen Steigungsangaben kennen. Nämlich geht es immer wieder rauf und runter, was im Total auch nicht Ohne ist.

Doch unser Theo hat die rettende Idee, für dass unsere Beine so richtig auf Tour kommen. Spontan gibt er auf einer Kapellenwiese eine kurze Turnstunde zur Dehnung der Glieder. Jetzt gehen wir fast ab wie junge Rehböcke :-)!

Gut gelaunt erreichen wir später Ebnat-Kappel, wo in einem Restaurant für uns reserviert ist.

Eine Umfrage nach dem Essen ergibt, dass fast alle mit dem Postauto weiter nach Wattwil wollen. Es gibt aber noch ein paar tüchtige Mannen, die sich das Wandern nicht nehmen lassen. Vorher erhalten die «Fahrenden» noch eine ausgiebige Instruktion von Marcel, wie das nun genau mit dem Busbillet zu machen sei. In Wattwil treffen wir uns dann alle wieder auf Perron 4. Nur einer fehlt – der Beat! Er fährt mit seinem Generalabonnement mit einem anderen Zug. Denn wie sagt das Motto unserer Turnfahrt so schön: «es führen mehrere Wege zum Ziel» - unserem schönen Illau!!

Marcel & Reto, wir danken euch ganz herzlich für die tolle Turnfahrt, die wir dieses Jahr im Toggenburg erleben durften.

Reiseleiter: Marcel Saluz / Reto Lötscher

Berichtschreiber: Matthias Nyffeler



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